Bewegung in der ARD: Bericht der AG zu Creative Commons

cc-bericht-ard-cover-miniAnfang des Jahres haben wir hier das von Leonhard Dobusch verfasste D64-White-Paper zu Creative Commons im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorgestellt. In der Zusammenfassung heißt es dort:

Eine verstärkte Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks würde der Verbreitung der produzierten Inhalte dienen und eine Weiternutzung in den verschiedensten Kontexten vereinfachen – etwa im Bildungsbereich.

Klarerweise standen und stehen wir mit dieser Forderung nicht alleine da. Dass aber das White Paper auch ausführlich in einem heute veröffentlichen Bericht der ARD-Arbeitsgruppe zu Creative Commons (PDF) zitiert wurde, freut uns aber natürlich besonders. White-Paper-Autor Leonhard Dobusch hat sich den Bericht für iRights.info im Detail angesehen. Sein Fazit:

Wo rechtlich eine Creative-Commons-Lizenzierung möglich ist, sollte sie zur Regel werden; die Ausnahme müsste begründungspflichtig werden. Bis dorthin ist es wohl noch ein weiter Weg. Der Bericht der Arbeitsgruppe zu Creative Commons lässt aber auf erste wichtige Schritte in diese Richtung hoffen.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie es weitergehen wird.

 

06. Oktober 2014 von redaktioncc
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Toller Tumblr: Creative Commons Thing of the Day

Im D64-Ticker wurde bereits darauf hingewiesen, aber auch an dieser Stelle soll der tolle Tumblr-Blog „Creative Commons Thing of the Day“ nicht unerwähnt bleiben. Jeden Tag wird dort auf ein Beispiel für die vielfältig-kreativen Inhalte verlinkt, die bereits heute unter Creative-Commons-Lizenzen verfügbar sind.

In der ersten Woche waren das unter anderem folgende Werke:

Italic Shelf / Ronen Kadushin / CC BY-NC-SA 3.0

Italic Shelf / Ronen Kadushin / CC BY-NC-SA 3.0

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16. September 2014 von redaktioncc
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Cross-Media Coordinator und Musiker Marco Trovatello: „Auch für Laien verständlich“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Marco Trovatello, Cross-Media Coordinator und Strategy Advisor bei der ESA (European Space Agency).

Marco Trovatello (Bild: B. Kölsch, CC-BY-SA 4.0 )

Marco Trovatello (Bild: B. Kölsch, CC-BY-SA 4.0 )

Lieber Marco, was machst Du eigentlich so?

Ich arbeite seit Mai 2014 als Cross-Media Coordinator und Strategy Advisor im Communication Department der ESA (European Space Agency) in Paris. In dieser Funktion manage ich Social Media und berate den Kommunikationsdirektor in allen Fragen der Digitalkommunikation und -strategie und setze sie gemeinsam mit ihm um. In meiner Freizeit mache ich Musik, die ich unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentliche, betreibe gemeinsam mit FC Stoffel ein Netlabel und schreibe zumindest noch eine monatliche Kolumne über freie Netzmusik für die Kölner Stadtrevue.

Und was hat das mit Creative Commons zu tun?

Bezogen auf meinen Beruf: Eine ganze Menge, denn das Creative Commons-Lizenzmodell wurde für die digitale Welt geschaffen. Wer mit öffentlich finanzierten Inhalten zu tun hat, muss sich damit auseinandersetzen, wie er diese der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt: „All rights reserved“ oder „Some rights reserved“?

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04. September 2014 von redaktioncc
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Infographik zu Creative Commons hilft bei Lizenzwahl

Creative Commons Polen hat sich an einer graphisch ansprechenden Erklärung der verschiedenen Creative-Commons-Lizenzmodule versucht und das ergebnis gibt es jetzt via Digital Inspiration auch auf Englisch:

CC-infographik-cc-polska

04. August 2014 von redaktioncc
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Netzpolitiker Yannick Haan: „Eine möglichst offene Lizenz verwenden“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Yannick Haan, wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten und Sprecher des Forums Netzpolitik der Berliner SPD.

Yannick Haan (Foto: privat)

Yannick Haan (Foto: privat)

Lieber Yannick, was machst Du eigentlich so?

Bis vor Kurzem habe ich noch Interkulturelle Kommunikation an der Europa-Universität Viadrina studiert. Jetzt arbeite ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einem Abgeordneten im Bundestag. Ansonsten versuche ich noch der SPD das mit dem Internet zu erklären. Allerdings scheitere ich daran regelmäßig.

Du hast kürzlich Deine Masterarbeit zu E-Partizipation im Stadtentwicklungsbereich unter Creative Commons veröffentlicht – was waren die Gründe dafür?

Weil ich will, dass Menschen die Arbeit verbreiten, kritisieren, weiterentwickeln. Und hier bietet sich eine CC Lizenz natürlich an.

Welche Lizenz hast Du für Deine Masterarbeit ausgesucht und warum? Weiterlesen →

30. Juli 2014 von redaktioncc
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Warum nicht Creative Commons? (4): Facebook

In der Serie „Warum nicht Creative Commons?“ stellen wir an Plattformen und Diensteanbieter die Frage, warum sie eigentlich nicht die Nutzung von Creative Commons erlauben. Für Teil 4 haben wir bei Facebook nachgefragt.

200px-Facebook.svgNachdem wir erst einmal die E-Mail-Adresse für Presseanfragen an Facebook in dessen Newsroom gefunden hatten, schickten wir folgende englische Anfrage an press@fb.com:

Facebook is probably the largest Image hosting service in the world and a large number of images is openly available to the public. However, there is no simple option to choose a Creative Commons license for one’s images. Why is this the case? (Other platforms such as Flickr or even YouTube allow at least some Creative Commons licenses).

Mit anderen Worten: warum können die gut eine Milliarde Facebook-NutzerInnen nicht für ihre eigenen Bilder, die häufig frei im Netz zugänglich sind, eine Creative-Commons-Lizenz wählen? Weiterlesen →

10. Juni 2014 von redaktioncc
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Warum nicht Creative Commons? (3): Die Friedrich-Ebert-Stiftung

In der Serie „Warum nicht Creative Commons?“ stellen wir an Plattformen und Diensteanbieter die Frage, warum sie eigentlich nicht die Nutzung von Creative Commons erlauben. Für Teil 3 haben wir bei der Friedrich-Ebert-Stiftung nachgefragt.

200px-Logo_Friedrich_Ebert_Stiftung.svgDie Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist ein eingetragener Verein der sich, so wie alle anderen parteinahen Stiftungen in Deutschland, größtenteils aus Steuermitteln finanziert. Im Zuge der unterschiedlichen Aktivitäten der FES werden eine Vielzahl von urheberrechtlich geschützten Werken erstellt – Bücher, Videos von Veranstaltungen, Policy Papers, uvm.. Obwohl die allermeisten der digitalen Publikationen der FES kostenfrei im
Internet abrufbar sind, verwendet die FES allerdings bislang in den allermeisten Fällen keine Creative-Commons-Lizenzen.

Auf die Nachfrage, warum das ist, haben wir nach einem Monat eine offizielle und ausführliche Antwort von Vesna Rodic, Leiterin Kommunikation und Grundsatzfragen, und Jacques Paparo, Leiter Bibliothek der FES, erhalten, die wir mit Zustimmung der VerfasserInnen hier veröffentlichen (Volltext-PDF). Die zentrale Passage findet sich gleich im ersten sowie im letzten Absatz. Die FES hat zur Frage Creative Commons „noch keine definitiven Beschlüsse getroffen“ und kann unsere „Frage derzeit nicht definitiv beantworten“.

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04. Juni 2014 von redaktioncc
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Sven Fund von De Gruyter: „Großer Bedarf für Creative Commons“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Sven Fund, Geschäftsführer des Wissenschaftsverlags De Gruyter, einem der führenden Open-Access-Verlage.

Sven Fund (Foto: Annette Koroll)

Sven Fund (Foto: Annette Koroll)

Sie sind einer der Geschäftsführer des Wissenschaftsverlags de Gruyter. Was genau machen Sie da eigentlich?

De Gruyter hat 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da gibt es jeden Tag eine Menge zu tun. Neben der allgemeinen Steuerung des Unternehmens verantworte ich direkt die Bereiche Marketing, Vertrieb, Personal und den vor zweieinhalb Jahren erworbenen Bereich Open Access. Da wir Büros in Berlin, München, Basel, Boston und Beijing haben und ich häufig Kunden und Partner besuche, bin ich recht viel unterwegs.

De Gruyter veröffentlicht auch Bücher und Zeitschriften „Open Access“, das heißt in der Regel unter Verwendung von Creative-Commons-Lizenzen – warum?

Open Access hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wesentlichen Form des wissenschaftlichen Publizierens entwickelt, und wir haben rasch darauf reagiert, indem wir dieses Modell als ein verlegerisches Geschäftsmodell anbieten. Wir entsprechen damit dem Bedürfnis einer wachsenden Zahl von Wissenschaftsorganisationen und Wissenschaftlern, veröffentlichte Inhalte sofort elektronisch verfügbar zu machen.

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08. Mai 2014 von redaktioncc
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Journalistin Meike Richter: „Creative Commons und öffentlich-rechtlicher Rundfunk passen gut zusammen“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Meike Richter (@immateriell), Kulturwissenschaftlerin, Dozentin und Journalistin.

Meike Richter (Foto: Axel Dürkop, CC-BY-SA)

Meike Richter (Foto: Axel Dürkop, CC-BY-SA)

Liebe Meike, was machst Du eigentlich so?

Ich bin Kulturwissenschaftlerin, Dozentin und Journalistin und arbeite hauptsächlich frei als Beraterin Social Media für den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Netzkultur und -politik sind Schwerpunkte meiner Arbeit.

Und was hat das mit Creative Commons zu tun?

2004 war ich zufällig beim Start von Creative Commons in Deutschland dabei, das war auf der Konferenz „Wizards of Oz“ in Berlin. Ich fand die Idee ziemlich schlau: „Liebe Kreative, wenn ihr wünscht, dass eure Werke von anderen in irgendeiner Form genutzt werden, ihr aber nicht mal eben schnell einen Lizenzvertrag abfassen könnt – bitte, hier sind eine Reihe von Standardverträgen, die könnt ihr kostenlos nutzen.“ Später habe ich dann angefangen, für den NDR zu arbeiten. Nach meinem Verständnis passen Creative Commons und öffentlich-rechtlicher Rundfunk gut zusammen. Also habe ich Creative Commons meinem damaligen Chef Jürgen Werwinski einfach mal vorgestellt.

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16. April 2014 von redaktioncc
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Infografik: Creative Commons in Zahlen. [Update]

Wir haben bei D64 die Initiative zur Förderung von Creative Commons gestartet, weil wir finden, dass immer noch viel zuwenige Inhalte unter diesen alternativen Lizenzen verfügbar sind und auch zehn gute Gründe dafür aufgeschrieben. Gleichzeitig ist es aber keineswegs so, dass es kaum Creative-Commons-lizenzierte Inhalte gibt. Im Gegenteil: das Internet ist längst voll davon.

Die beiden DesignerInnen Sara Lucena und Nico Roicke haben deshalb einige Zahlen zu Creative Commons gesammelt und in eine riesige Infografik (JPG / PNGPDF) gepackt. Klarerweise sind nicht für alle Bereiche aktuelle oder ganz genau Zahlen verfügbar, zur groben Orientierung taugen sie aber allemal. Vor allem aber wollen wir mit der Grafik auch zeigen, wo es im Netz die meisten Creative-Commons-Inhalte gibt und so zur Verbreitung von Creative Commons beitragen.

[Update, 30. März 2014] Auf vielfachen Wunsch haben wir die Infografik auch ins Englische übersetzt: JPG / PNG / PDF [/Update] Weiterlesen →

24. März 2014 von redaktioncc
Kategorien: CC-Inhalte | Schlagwörter: , , | 16 Kommentare

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