Wikimedia-Commons ‚Bild des Jahres‘ und die deutsche Bundesbildstelle: Warum nicht CC? (2)

In der Serie „Warum nicht Creative Commons?“ stellen wir an Plattformen und Diensteanbieter die Frage, warum sie eigentlich nicht die Nutzung von Creative Commons erlauben. InTeil 2 widmen wir uns der Bundesbildstelle.

Bereits seit 2006 küren die Communities von Wikipedia und ihren Schwesterprojekten Wikibooks, Wiktionary usw. in einer Abstimmung das „Bild des Jahres“. Klarerweise sind alle Bilder unter Creative-Commons-Lizenzen verfügbar oder sogar völlig gemeinfrei. Derzeit läuft gerade die Wahl zum „Bild des Jahres 2013“ und wie jedes Jahr ist die Auswahl mehr als beeindruckend und reicht von Landschaftsaufnahmen über Tierbilder und Karten bis hin zu einem Foto von Barack Obama und der US-Olympionikin McKayla Maroney:


Barack Obama with artistic gymnastic McKayla Maroney 2

Foto: Pete Souza

Das Bild von Barack Obama ist deshalb unter den Einreichungen, weil die Bilder des offiziellen White-House-Fotografen in die Public Domain fallen. Im Gegensatz dazu sind Bilder der deutschen Bundesbildstelle keineswegs so einfach und frei verwendbar. Auf deren Seite heißt es: Weiterlesen →

05. März 2014 von redaktioncc
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Mathias Brandt von Statista: „Intelligent aufbereitete Daten sollten im Netz geteilt werden“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Mathias Brandt, Pressesprecher des Unternehmens Statista, das regelmäßig Infografiken unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.

Mathias Brandt

Mathias Brandt

Lieber Herr Brandt, was macht ihr Arbeitgeber, das Unternehmen Statista eigentlich so?

Statista GmbH ist der weltweit größte Datenaggregator. Geschäftskunden können via statista.com diese Daten recherchieren und direkt in ihre Präsentationen oder sonstigen Dokumente einbinden. Das macht Statista zum Ausgangspunkt für die Suche nach Zahlen, Daten und Fakten zu beinahe allen denkbaren Themen.

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25. Februar 2014 von redaktioncc
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Blogger Steffen Voß: „Creative-Commons-Suche in WordPress einbauen“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Steffen Voß, u.a. Blogger bei kaffeeringe.de.

Steffen Voß

Steffen Voß

Lieber Steffen, was machst Du eigentlich so?

Ich arbeite beim SPD Landesverband Schleswig-Holstein und kümmere mich um alles, was mit dem Internet zu tun hat. Daneben organisiere ich hier den WebMontag, helfe beim BarCamp Kiel und blogge an verschiedensten Orten – vor allem in meinem eigenen Blog auf kaffeeringe.de.

Und was hat das mit Creative Commons zu tun?

Bei der Arbeit habe ich immer wieder damit zu tun, dass Ehrenamtler Schwierigkeiten mit Nutzungsrechten von Bildern haben. Die haben wirklich Angst davor, etwas falsch zu machen und dann mit einer riesigen Rechnung dazustehen. Alle Fotos, die ich von unseren Veranstaltungen mache, stelle ich deswegen unter Creative Commons und veröffentliche sie bei Flickr. Weiterlesen →

07. Februar 2014 von redaktioncc
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Neue Serie: Warum nicht Creative Commons? (1): Pixelio

In der Serie „Warum nicht Creative Commons?“ stellen wir an Plattformen und Diensteanbieter die Frage, warum sie eigentlich nicht die Nutzung von Creative Commons erlauben. Den Auftakt macht aus aktuellem Anlass die deutsche Foto-Plattform Pixelio.de.

pixelio-logoIn den letzten Tagen sorgte in der deutschsprachigen Blogosphäre eine schwer nachvollziehbare Entscheidung des Landesgerichts Köln für Aufsehen, derzufolge viele Nutzerinnen und Nutzer des Bilderdienstes Pixelio.de dessen Nutzungsbedingungen verletzen und deshalb potentiell abmahngefährdet sind. Pixelio bietet Bilder zur kostenfreien Nutzung an, fordert dafür aber einen Urhebervermerk:

Der Nutzer hat in für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: ‚© Fotografenname / PIXELIO’

Rechtsblogger Thomas Stadler betont, dass es vor allem diese Pixelio-Lizenbedingungen sind, die hier vom Gericht problematisch ausgelegt werden:

Das Urteil des Landgerichts Köln führt demgegenüber zwingend dazu, dass man die Urheberbenennung auf dem Bild selbst anbringen muss. Die von den Nutzungsbedingungen alternativ und gleichwertig vorgesehene Nennung am Seitenende wäre nach der Entscheidung des Landgerichts nie ausreichend, da diese Form der Nennung bei der stets möglichen Direkteingabe des Pfades der Bilddatei für den Betrachter nie sichtbar wird.  Das Landgericht Köln hat also zwei, nach den Nutzungsbedingungen ausdrücklich gleichwertige Möglichkeiten der Benennung, auf eine einzige reduziert und die zweite Möglichkeit gleichzeitig als unzureichend qualifiziert. Das entspricht nicht dem Sinn und Zweck der Nutzungsbedingungen und greift letztlich auch in die Vertragsfreiheit der Beteiligten ein.

Unabhängig davon, dass die Interpretation des LG Köln mehr als fragwürdig und vor allem lebensfremd ist, stellt sich die Frage, warum Pixelio eigentlich seinen Nutzerinnen und Nutzern nicht auch eine Creative-Commons-Option anbietet? Creative Commons hat sich in den letzten zehn Jahren zu dem Standard für vergleichsweise frei nutzbare Online-Inhalte entwickelt, weshalb auch Plattformen wie Flickr oder 500px Creative Commons unterstützen. Diese weite Verbreitung schafft auch größere Rechtssicherheit, weil es mehr gerichtliche Entscheidungen zu Creative Commons als zu irgendwelchen, plattform-spezifischen Lizenzen gibt. Hinzu kommt, dass sich Inhalte – eine kompatible Lizenzversion vorausgesetzt – auch leichter miteinander kombinieren und beispielsweise in kollaborativen Projekten wie Wikipedia verwenden lassen.

Vielleicht nimmt Pixelio ja den aktuellen Vorfall zum Anlasse, auf seiner Plattform auch Creative Commons zu implementieren.

05. Februar 2014 von redaktioncc
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Pressemeldung: Creative Commons als öffentlich-rechtliche Aufgabe

D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt e. V. legt ein White Paper zu Creative Commons im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor.

cc-ard-miniDer öffentlich-rechtliche Rundfunk produziert mit einem Gesamtbudget von jährlich über 9 Milliarden Euro enorme Mengen an urheberrechtlich geschützten Inhalten. Trotz der Finanzierung durch die Allgemeinheit über Rundfunkbeiträge sind die so erstellten Werke jedoch nicht für die Öffentlichkeit frei verfüg- und nutzbar. Mit seiner im Dezember 2013 gestarteten Initiative zur Förderung von Creative Commons möchte der D64 – Zentrum für den digitalen Fortschritt e. V. an dieser Situation etwas ändern.

Creative Commons müsste in vielen Bereichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks längst eine Selbstveständlichkeit sein,“ fordert D64-Co-Vorsitzender Nico Lumma die verstärkte Nutzung von offenen Lizenzen für gebührenfinanzierte Inhalte. „Vor allem bei selbstproduzierten Beiträgen ohne Fremdmaterial ist es unverständlich, warum die Inhalte nicht frei lizenziert werden, sodass sie beispielsweise auch in die Wikipedia eingebunden werden könnten.

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25. Januar 2014 von redaktioncc
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Wellcome Library veröffentlicht über 100.000 hochauflösende Bilder unter Creative Commons

Anfang der Woche gab die britische Wellcome Library, benannt nach dem Stifter Sir Henry Wellcome, auf ihrem Blog die Veröffentlichung von über 100.000 hochauflösenden Bildern unter der sehr liberalen Creative Commons Namensnennungslizenz bekannt. Das heißt, die Bilder dürfen auch verändert oder in die Wikipedia eingebunden werden. Die Bilder können direkt von der Seite Wellcome Images heruntergeladen werden.

Unter den Bildern finden sich u.a. Werke von Vincent van Gogh oder Francisco Goya:

Francisco Goya y Lucientes (Quelle: Wellcome Library, London, CC-BY)

Francisco Goya y Lucientes (Quelle: Wellcome Library, London, CC-BY)

22. Januar 2014 von redaktioncc
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Gesche Joost und ihr Team: „Wichtig, Wissen zu teilen!“

Gesche Joost (Bild: NEXT Berlin, CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons)

Gesche Joost (Bild: NEXT Berlin, CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons)

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Dieses Mal: Gesche Joost, Professorin für Designforschung an der Berliner Universität der Künste. 

Liebe Gesche, was machst Du eigentlich so?

Ich bin von Hause aus Designerin und habe an der Universität der Künste ein Lab zum Thema „Mensch-Maschine-Interaktion“ aufgebaut, das Design Research Lab. Dort entwickle ich mit meinem Team neue Formen der Interaktion mit vernetzten Systemen, z.B. in Form von interaktiven Textilien, als Gesten-Interaktion, oder als Kommunikationshandschuh für Taubblinde. Leitbild der Forschung ist grundsätzlich die Partizipation unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, z.B. Ältere, Menschen mit Behinderungen, Frauen, Familien, usw. um die Technologie-Entwicklung vielseitiger und nachhaltiger zu gestalten. Communities spielen dabei eine große Rolle –als gesellschaftliche Gruppen, die gemeinsam etwas gestalten wollen. Daher ist es uns wichtig, unser Wissen und unsere Ergebnisse mit der Community zu teilen – open source, open access oder unter Creative Commons Lizenz.

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16. Januar 2014 von redaktioncc
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Google-Bildersuche erleichtert Finden von Creative-Commons-Inhalten

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Verbreitung von Creative Commons ist die möglichst einfache Nutzung und das möglichst einfache Finden von Creative-Commons-Inhalten. Einen großen Vereinfachungschritt hat jetzt Google getan und in seiner Bildersuchmaschine die Frage der Nutzungsrechte direkt in die Suchoptionen integriert:

Screenshot-Google-Katzenbilder

Dadurch wird die Suche nach Creative-Commons-Bildern über Plattformen wie Flickr oder Wikimedia Commons hinweg so einfach wie nie zuvor.

Umso dringender, dass endlich auch Facebook in seinen Nutzungsbedingungen Kompatibilität mit Creative-Commons-Lizenzen herstellt und eine entsprechende Lizenzoption beim Upload der Bilder anbietet.

15. Januar 2014 von redaktioncc
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SPD-Broschüre informiert SeniorInnen über Creative Commons

Heute hat irights.info eine im Auftrag der SPD erstellte Broschüre vorgestellt (PDF), die sich gezielt an Seniorinnen und Senioren richtet. Besonders erfreulich an der schön gestalteten Broschüre ist, dass nicht nur die Brorschüre selbst Creative-Commons-lizenziert ist, sondern die Lizenzen auch sehr anschaulich erklärt werden.

Ratgeber-freie-Lizenzen

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Bedeutung von Creative Commons bald auch noch stärker nicht nur in SPD-Broschüren sondern auch in SPD-Wahlprogrammen wiederfindet, als das bislang der Fall war. Wie unsere Forderungen zeigen, gäbe es in Sachen Creative Commons genug zu tun für die Regierungspartei SPD.

09. Januar 2014 von redaktioncc
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Designer Nico Roicke: „Inzwischen ist Creative Commons ein Qualitätsfilter“

Wer sind eigentlich die Leute, die Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen oder diese Inhalte nutzen? Und warum tun sie es? Eine Serie. Auftakt: Nico Roicke, der Designer der Materialien unserer Initiative

Nico Roicke

Nico Roicke

Nico, Du hast Dich bereit erklärt, die graphische Gestaltung der Initiative zur Förderung von Creative Commons zu übernehmen. Was ist Dein beruflicher Background?

Ich arbeite als freiberuflicher Designer mit dem Schwerpunkt Motion, also 2D-Animation und visuelle Effekte.

Und warum interessierst Du Dich für Creative Commons – so sehr, dass Du dafür kostbare Freizeit opferst?

So um 2004 hab ich angefangen Videoremixe zu bauen. In erster Linie weil mir das Drehen und die ganze Organisation am Set zu aufwändig war. Aus Faulheit also. Da war es naheliegend, auf Material zurückzugreifen, das bereits von Anderen gedreht wurde, um damit eigene Geschichten zu erzählen. Das hatte zusätzlich den Vorteil, dass die Qualität viel besser war, als alles, was ich damals hätte produzieren können.

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10. Dezember 2013 von redaktioncc
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